Ablenkung beim Poker

Ablenkung beim Poker

Es ist fast schon eine Binsenweisheit: Wer abgelenkt ist beim Poker kann das, was er tut, nicht mehr gut oder gar nicht weiter ausführen. Wer sich ablenken lässt oder selber dafür sorgt, dass er abgelenkt ist, verliert immer seine Aufmerksamkeit und auch die Konzentration und schlechte Entscheidungen sind dann zwangsläufig die Folge.

Es gibt Lebensbereiche und Berufe, da sollte man jede Ablenkung vermeiden, als Pilot zum Beispiel, oder in der Nähe eines Rudels Löwen. In solchen Fällen kann es das Leben kosten – entweder das eigene oder das anderer Leute. Beim Poker kostet die Ablenkung im schlimmsten Fall den ganzen Chipstapel und die Arbeit der letzte Tage oder gar einer ganzen Woche ist dahin. Dafür ist dann glücklicherweise das Leben dabei nie in Gefahr, so wie in den genannten Beispielen, aber das ist kein Trost.

Jeder Chip, den man verliert, weil man nicht aufpasst, ist ein verschenkter Chip. Da wäre es schon mal eine Überlegung wert, das Pokern für diesen Abend dranzugeben, wenn man am Live-Tisch die Augen nicht mehr von der Dealerin lassen kann. Und wer online pokert, aber ständig zur Lieblingsfernsehsendung rüberschaut, die gerade angefangen hat, spielt sicher nicht sein bestes Poker.

Viele Online-Pokerspieler versuchen jede Ablenkung dadurch zu vermeiden, dass sie zwei, vier oder mehr Tische zur gleichen Zeit spielen. Alle anderen, die nur einen Tisch bespielen, aber das Spiel beherrschen, laufen eben immer Gefahr, das Wesentliche beim Pokern, die Aktionen am Tisch, aus den Augen zu verlieren, wenn die Aufmerksamkeit abhanden kommt.

Das liegt vor allem daran, dass der heimische PC, oder das eigene Laptop, so viel mehr zu bieten haben als nur aufgespielte Pokerprogramme. Mit einem PC und einer schnellen Verbindung lässt sich prima nebenher im Internet surfen, Musik downloaden oder Filme anschauen. Aber selbst dann, wenn man nach den neuesten Pokerartikeln auf seiner Lieblings-Pokerseite sucht, tut man sich selbst, dem einigen Spiel und vor allem seiner Bankroll keinen Gefallen, wenn man seine Aufmerksamkeit dergestalt aufteilt.

Wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem man die Ablenkung so weit gemeistert hat, dass man lange konzentriert bleiben kann und Ablenkungen kaum noch vorkommen, fragt man sich natürlich, was mit den anderen am Tisch ist. Sind die abgelenkt? Lassen sie sich vielleicht grade von einem unerfahrenen Familienmitglied für einen kurzen Moment vertreten? Leider bemerkt man davon online nichts. Und nur Aufgrund einer zeitlichen Verzögerung beim Setzen des Einsatzes auf Ablenkung, fehlende Konzentration oder gar einen kurzzeitigen Spieleraustausch zu schließen ist nicht empfehlenswert.