Gute Entscheidungen beim Poker treffen

Gute Entscheidungen beim Poker treffen

Wer Poker spielt weiß es: Jede Entscheidung beim Poker beeinflusst die aktuelle und zugleich auch künftige Hände. Also will jede Handlung, die man am Tisch durchführt, auch wohl überlegt sein. Anderseits heißt es aber auch, dass derjenige Spieler, der auf Premium-Hände wartet, zusehen kann, wie jedes Mal, wenn der Button auf ihn zuwandert, sein Stack von den Blinds, die er leisten muss, nach und nach aufgefressen wird.

Aller Anfang ist zuerst immer mal überschaubar. Man beginnt im Kleinen mit der Aussicht auf große Taten.
So lernt man als angehender Spieler zuerst, welche Starthände spielbar sind und welche nicht, gefolgt von der Wichtigkeit der eigenen Position in der jeweiligen Runde. Anschließend versucht man beide Lehrsätze unter einen Hut zu kriegen. Mit der Zeit erweitert sich das Wissen und das Können, ebenso wächst die Erfahrung. Man lernt zu floaten und erkennt problemlos ein Squezze Play. Man weiß die Qualität mittlerer Paare ebenso gut einzuschätzen wie die kleiner Suited Connectors.

Aber damit ist ja nichts gewonnen. Chips gibt’s am Pokertisch und dort geht es eben selten einfach und leicht zu, egal, ob virtuell oder live. Die meisten Startkarten sind eben keine Paare, hohe Asse, oder gute Suited Connectors. Also ist man mit den Händen, die mal mehr, mal weniger vom Glück beseelt zugeteilt werden, immer auf der Suche nach dem richtigen Spot. Trifft man ihn nicht, kanns teuer werden. Trifft man ihn ohne nennenswerte Gegenwehr, kriegt man keine Auszahlung. Trifft der andere besser, kostet es wiederum Chips – und zwar die Eignen.

Wer will auch mit hohen Bildkarten blind in sein Verderben rennen und ist, gerade in einem SnG oder einem gut bezahlten Turnier, eher mal bereit, mittelstarke bis gute Hände zu folden? Wie reagiert man auf Gegenwehr? Sind Pot Odds wichtig? Was ist ein Out? Je größer die Anzahl, die man an wichtigen und spielentscheidenden Faktoren zuglich berücksichtigen kann, umso besser ist das eigene Spiel. Vielleicht unterscheidet gerade dieses Vermögen die Vielzahl guter Spieler von den wenigen Spielern auf Topniveau.

Wer Poker spielt sieht sich einem Meer aus Fragen gegenüber. Wer schon über entsprechende Erfahrungen verfügt, findet nahezu täglich neue interessante Anregungen und Theorien, mit deren Hilfe er sein Spiel verbessern kann.

Wer heute mit Poker anfängt tut gut daran, eine möglichst ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis zu finden, um allen wichtigen Anforderungen gerecht zu werden und derjenige Spieler, der es schafft all die spielentscheidenden Faktoren und noch ein paar mehr bei all seinen Überlegungen und Handlungen mit zu berücksichtigen, ist ein heißer Kandidat für den Gewinn einiger Bracelets bei der nächsten World Series of Poker.