5 Card Draw Poker – Draw Poker Regel

5 Card Draw Poker – Draw Poker Regel

Der größte Unterscheid zwischen den Draw-Pokervarianten und den Pokervarianten mit einem gemeinsamen Board, wie Omaha und Hold’em, liegt darin, das man beim Draw-Poker seine einmal ausgeteilten Starthand zurückgeben und neue Karten anfordern kann, wenn man damit nicht zufrieden ist. Allerdings kostet das den bis dahin höchsten am Tisch gemachten Einsatz, denn vor der ersten Tauschrunde steht beim Draw-Poker natürlich die erste Setzrunde. Da man mit dem Neukauf von Karten auch Informationen über die Stärke seiner Hand preisgibt (die nicht immer stimmen müssen) ist es auch erlaubt, seine Hand zu behalten.

Zu den bekannten Draw Varianten zählen heute 5-Card-Draw, Triple-Draw und Badugi.

5-Card-Draw Poker ist die Variante, die im Wilden Westen gespielt wurde. Wild Bill Hickcock saß in einer 5 Card Draw Runde als er hinterrücks erschossen wurde. Beim 5-Card-Draw erhält der Spieler 5 Karten, die er im Laufe der Spielrunde einmal entweder teilweise oder komplett austauschen kann und mit denen er dann am Ende seine Hand bilden muss.

Aufgeschlüsselt sieht eine Spielrunde beim 5-Card-Draw wie folgt aus:

Zuerst werden die beiden Blindeinsätze getätigt. Dann wird im Uhrzeigersinn gehandelt (Fold, Check, Bet, Raise, Reraise). Wenn die erste Setzrunde beendet ist, darf der Spieler bis zu vier, je nach Hausregel aber auch alle 5 Karten tauschen (Draw). Daran schließt sich die zweite Wettrunde an, beginnend mit dem Spieler links vom Button.

Ist die zweite Setzrunde beendet, werden die Karten umgedreht und der Sieger ermittelt. Es gewinnt der Spieler mit den 5 besten Karten, wie man es auch von allen anderen Pokervarianten her kennt.

Etwas anders sieht es beim Triple Draw aus. Der Unterschied wird schon im Namen genannt. Nachdem jeder Spieler seine 5 Startkarten erhalten hat und die erste Wettrunde beendet wurde, werden insgesamt drei Tauschrunden und drei weiterer Setzrunden (insgesamt vier)  durchgeführt.

Die dritte und für heute letzte Variante des Draw-Pokers trägt den Namen Badugi. Badugi wird mit Blindeinsätzen gespielt, wie beim Texas Hold’em und es werden drei Tauschrunden sowie vier Setzrunden durchgeführt wie beim Triple-Draw. Allerdings erhält jeder Spieler nur 4 Startkarten. Die Wertung erfolgt nach den Lowball-Regeln. Für die Wertung werden nur Karten von unterschiedlichem Wert und unterschiedlicher Farbe zugelassen.

Hält ein Spieler ein Paar auf der Hand oder zwei Karten mit gleicher Farbe wird eine Karte gestrichen und zwar solange, bis der Spieler nur noch verschiedene Werte und Farben auf der Hand hat. So ist es möglich, dass man nicht immer mit der vollen Anzahl von vier Karten in den Showdown geht, sondern die Kartenanzahl variiert zwischen 1 und 4. Es gewinnt immer die Hand, die die meisten Karten vorweisen kann. Bei Mengengleichheit gewinnt die bessere Low-Hand. Die beste Badugi-Hand ist somit A 2 3 4 in nicht passenden Farben.

Da beim Showdown schon die Kartenmenge, die man vorzuweisen hat, über Sieg und Niederlage entscheiden kann, erhält man ein völlig neues Element für die Gewinnstrategie, was Badugi zu einer echten Herausforderung macht.