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Dumm gelaufen oder doch der Beginn eines Downswings

Dumm gelaufen oder doch der Beginn eines Downswings

Bad Beats und die nicht vervollständigten Draws (und die trotz bester Pot Odds) möglicherweise den Beginn eines DownSwings beim Poker eingeläutet haben. Manche Sitzungen verlaufen derart katastrophal, dass man sich am Ende nicht nur fragt, wo all die Chips hingegangen sind, sondern auch, ob die Summe der erlittenen

Was macht man also an Tagen wie diesen? Oder besser: Was macht man nach Tagen wie diesen? Soll man sich gleich wieder an einen Tisch setzen? Morgen? Oder lieber erst Übermorgen? Oder doch besser noch mal die Hand-History studieren?

In der Regel bringt das Studium der Hand-History Licht ins Dunkel wenn man einen Downswing auf zuweisen hat. Die Analyse der Startkarten, verbunden mit den Moves, die man wann und in welcher Höhe gemacht hat, verbessert auf lange Sicht das eigenen Spiel. Viel wichtiger aber noch ist die ständige Kontrolle des eigenen Spiels, die über die Nachbearbeitung möglich ist. Wer seine Pokerzeit zum größten Teil online verbringt, hat auch ohne Zusatzprogramme jede Menge Möglichkeiten, das eigene Spiel auszuwerten und zu analysieren. Jeder Spieler hat eine schwache Stelle, oder doch fast jeder, und die gilt es zu lokalisieren.

Wer gerne die Blinds stiehlt wird irgendwann am Tisch und darüber hinaus (je nach Limit) als ein Spieler bekannt sein, der es auf die Pflichteinsätze abgesehen hat und die Gegner werden sich entsprechend darauf einstellen. Wer mit AA vor dem Flop immer nur checkt, aber mit AK immer und genau 4 Big Blinds setzt, wird sich bald schon einen entsprechenden Namen gemacht haben. Zugegeben, solche Informationen erschließen sich nicht über eine oder zwei Nachbearbeitungen. Doch auf lange Sicht gestaltet sich ein deutliches Bild über das eigene Spiel, die eignen Schwächen und die eignen Stärken, die Unsicherheiten bei mittleren Assen oder der überschäumende Optimismus bei getroffenen Sets oder Trips in Anbetracht eines drawlastigen Flops.

Und nach und nach erkennt man schon am Tisch, noch während des Spiels, aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse bei der Nachbetrachtung, was bei der gerade zu Ende gespielten Hand schief gegangen ist. Und vielleicht gelingt es beim nächsten Mal, diesen Fehler zu vermeiden. Vielleicht, denn nichts ist so schwer wie das eigenen Spiel zu verändern.

Wofür auch immer man sich nach einer schlechten Sitzung entscheidet, ob man nun direkt weiterspielt oder die nächste Sitzung auf nächste Woche verschiebt, wichtig ist, sein Spiel ständig zu kontrollieren und zu analysieren. Das gilt im gleichen Maße für die Sitzungen, die gut gelaufen sind und die man im Plus abgeschlossen hat. Auch das hilft, das eigene Spiel zu verbessern.